Die Geschichte:
Aus einer Privatsammlung, die Frau Theuer-Krause in Wien 1., Singerstraße 13, seit dem Ende des Ersten Weltkrieges (1918) betreute und erweiterte, entstand 1957 das „Erste Österreichisch-Schlesische Heimatmuseum“. Der Anlaß zur Umbenennung in „Mährisch-Schlesisches Heimatmuseum“ im Jahre 1969 war die Ausdehnung des Sammelgebietes auf Mähren.
1973 übersiedelte das Museum nach Klosterneuburg, der Patenstadt der Sudetendeutschen, wo die Stadtverwaltung dankenswerterweise Räume in der Rostockvilla zur Verfügung stellte. Seit 2008 ist die Rostockvilla ins Eigentum des Landes Niederösterreich übergegangen.
Der Bestand gliedert sich in eine Bibliothek mit Büchern, Landkarten, Ansichtskarten, Zeitschriften und Dokumenten, sowie in eine volkskundliche Sammlung mit einer Fülle von Weihnachtskrippen, Bildern, Textilien, Geschirr und verschiedensten Alltagsgegenständen. Die Räumlichkeiten bieten Platz für eine dauerhaft gestaltete Trachtenstube, einen Bibliotheks- und Arbeitsraum, die Beskidenstube mit Ausstellungsstücken aus der Sammlung des ehemaligen Ostschlesiens und einen großen Ausstellungsraum, in dem jeweilig Sonderausstellungen zu besichtigen sind.
Das Mährisch-Schlesische Heimatmuseum ist neben seiner Bekanntheit als Ausstellungshaus auch ein anerkanntes Dokumentationsarchiv, ua. für die Familienforschung (Genealogie), das vor allem zu Studien- und Recherchezwecken gerne besucht wird. Um die Zusammenarbeit mit anderen einschlägigen Institutionen zu erleichtern, wird zur Zeit an der digitalen Aufnahme aller Exponate in einen Zentralkatalog gearbeitet.
Eine Besonderheit unseres Hauses ist die individuelle Betreuung der Besucher. Neben den Führungen durch die Ausstellungen stehen die Mitarbeiter des Museums auch für spezifische Anfragen zur Verfügung. Vor allem aber versuchen wir auch das weniger bewanderte Publikum für die Themen dieses Museums zu interessieren. Dabei ist es uns wichtig, neben der Anteilnahme an persönlichen Schicksalen politisch objektiv zu bleiben und uns an historische Fakten zu halten. Auf dieser Grundlage pflegt das Mährisch-Schlesische Heimatmuseum seit vielen Jahren den guten Kontakt zu tschechischen, polnischen und deutschen Museen und Institutionen und beteiligt sich immer wieder gerne an länderübergreifenden Projekten.
Unsere Aufgabe ist es, die einstigen engen Verbindungen zwischen Österreich und dem mährisch-schlesischen Raum aufzuzeigen und neue Brücken aufzubauen.
Obwohl das Mährisch-Schlesische Heimatmuseum ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt wird, wurde die Institution 2005 mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet, da es in Verwaltung, Organisation und Präsentation die Richtlinien des International Comitee of Museum, kurz ICOM, erfüllt. Das Gütesiegel wurde 2010 erneut vergeben.
Gütesiegelverleihung 2010 (Frau Eblinger, Hr. Hadwig) |
Plakette 2010 |
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