Bestände

 

 

Die Sammlung des MSHM wurde im November 2015 geschlossen an das Land NÖ übergeben.

Folgende Exponate ergingen an die NÖ Landessammlungen und können zukünftig als Leihgaben für Ausstellungen angefragt werden:

- Bilderabteilung:
Ölgemälde, Aquarelle, Original-Radierungen und Grafiken in verschiedenen Techniken. Die Werke sind vorrangig aus der Hand heimischer Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Unter ihnen tauchen Namen auf wie Erich Hürden-Hlawatschek (Bad Karlsbrunn), Adolf Zdrarila (Troppau) und Hugo Flögel (Mähr. Trübau). Zum größten Teil sind es Landschaftsbilder und Portraits.


- Glassammlung:
Neben erlesenen Stücken des berühmten „Böhmischen Glases“, befinden sich in der Glassammlung auch Gebrauchsgegenstände aus den zahlreichen Glashütten des böhmisch-schlesischen Raumes, die in fast allen Haushalten verwendet wurden. Bei Glas kann man allerdings meist nicht den Ort der Herstellung feststellen, durch die Angaben der Spender oft aber den Ort und die Zeit der Verwendung. Eine Besonderheit stellt die große, topographisch wertvolle Sammlung von Gläsern dar, die mit Ansichten von Städten, Gebäuden und Wallfahrtskirchen versehen sind, die es heute zum Teil nicht mehr gibt.

- Porzellansammlung:
Im Unterschied zu den Gläsern kann man bei den Exponaten aus Porzellan durch die Markenzeichen fast immer die Manufakturen feststellen, in denen sie erzeugt wurden. Neben vollständigen Speise- und Kaffeeservicen ist die Sammlung reich an schönen Einzelstücken.

- Keramik- und Steingutsammlung
Die Keramik- und Steingutsammlung umfasst zahlreiche Gebrauchsgegenstände, wie Gugelhupfformen, Milchkrüge, Schüsseln und Töpfe, die zum Teil in der Art des bekannten „Bunzlauer Geschirrs“ angefertigt sind.

- Textiliensammlung:
Die Textilien reichen von Volkstrachten über Bürgerkleider, Trachtenhauben und anderen Kopfbedeckungen bis hin zu Leib-, Tisch- und Bettwäsche. Auch Babykleidung, mit alten Mustern versehen, gehört dazu. Vielfältige Handarbeiten in verschiedenen Techniken wie Häkelei, Stickerei, Strickerei und zahlreiche Klöppelarbeiten vervollständigen die Sammlung.
Hervorzuheben sind die besonders schönen Leinendamast-Tischgedecke. Hatte sich doch in Mähren und Schlesien durch den bodenständigen Rohstoff „Flachs“ die Leinenweberei zur höchsten Perfektion entwickelt und das „Schlesische Leinen“ weltweit bekannt gemacht. Durch den Werkstoff Leinen gewann auch die „Schlesische Weißstickerei“ große Bedeutung. Man findet sie an Bett- und Leibwäsche ebenso wie an Babykleidung und Trachtenhauben.

- Hausratsammlung:
Bügeleisen, Kaffee- und Mohnmühlen, Beerenpflücker, Gewürzmörser, Bestecke und vieles mehr...

- Brauchtumsgegenstände:
Unter den Brauchtumsgegenständen befinden sich unter anderem Osterklappern und „Schmeckosterruten“, wie sie nur in Schlesien verwendet wurden.

- Religiöse Kunstgegenstände:
Die Abteilung „Religiöse Kunst“ umfasst Rosenkränze, Heiligenbildchen, Weihbrunnkessel, Kruzifixe etc. und eine ansehnliche Krippensammlung.

Folgende Bestände wurden der NÖ Landesbibliothek und dem NÖ Landesarchiv übergeben und können dort zukünftig wieder eingesehen werden:

- Bibliothek:
mit etwa 7.000 inventarisierten Büchern aus Mähren und Österreichisch-Schlesien. Es finden sich neben Bildbänden vor allem Ortschroniken, Reiseführer, Schulnachrichten, Adressbücher, Nachschlagewerke und historische Werke, aber auch Mundartdichtung und schöngeistige Literatur. Noten und Liederbücher, ebenso Gebetbücher, handgeschriebene Kochbücher, Stammbücher und Tagebücher gibt es auch.

- Ansichtskartensammlung

- Periodika:
In der Sammlung der Periodika, die teilweise weiter ergänzt wird, befinden sich Zeitungen und Zeitschriften vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

- Dokumentationsmappen zu Personen:
mit biographischem Material und zahlreichen Dokumenten.



Im neuen Vereinsbüro in Greifenstein sind zur weiteren Aufarbeitung verblieben:

- Landkartensammlung

- Dokumentationsmappen zu Orten und Sachgebieten:
mit topographischem Material und zahlreichen Dokumenten.