Sonderausstellungen

SONDERAUSSTELLUNG 2009/2010

"RECLAME UM 1900"

Werbung begleitet die Menschen schon seit Urzeiten und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeutenden Kulturgut.

In der antiken Welt und im Mittelalter suchte man das öffentliche Interesse für verkäufliche Produkte durch das gesprochene Wort zu erwecken. Man erinnere sich zum Beispiel an die Marktschreier, die heute noch in vielen Teilen der Welt auf ihre Waren lautstark und gestikulierend aufmerksam machen, oder an die Rastelbinder und Messerschleifer, die von Haus zu Haus gingen und nicht nur ihre Dienste, sondern auch ihre Ware feil boten.

Später, nach der Erfindung des Buchdruckes, geschah das Anpreisen von Waren immer mehr auf Plakaten und durch „empfehlende Anzeigen“ – französisch „Reclame“ – vor allem in Zeitungen, aber auch in Reiseführern, Zeitschriften, Stadtchroniken, Illustrierten und dergleichen mehr.

Verführerische Sprüche und einfallsreiches Bildmaterial, oft mit Humor aufgelockert, gestalteten sich im 19. und 20. Jahrhundert immer künstlerischer und auffallender und brachten Industrie, Handel und Gewerbe in hohem Maße zum Erblühen.

In dieser Ausstellung machen wir einen kleinen Streifzug durch die Reklamewelt von Mähren und Schlesien, Teile der ehemaligen Böhmischen Kronländer, die heute im Osten von Tschechien liegen. Zu sehen sind unter anderem Reklame aus der Leinen- und Bekleidungsindustrie, ebenso wie von Handwerks- und Getränkebetrieben; Waschmittel und Sportartikel werden angepriesen und ehemals florierende Kurorte machen durch prächtige Plakate auf sich aufmerksam.

Reisen Sie mit uns zurück in eine Zeit, in der es das Fernsehen noch nicht gab und der Computer nicht erfunden war und man die Werbung in der Wirtschaft noch „Reclame“ nannte.

Ausstellungskataloge finden Sie hier.

 

SONDERAUSSTELLUNG: SA, 06. JUNI 2009 - VERLÄNGERT BIS 3. OKT. 2010
DIENSTAG 10-16 UHR, SAMSTAG 14-17 UHR
SONN- UND FEIERTAG 10-13 UHR
T: +43(0)2243-444-287 oder +43(0)2242-5203
E-MAIL: information@mshm.at   INTERNET: www.mshm.at

 

 

Reclame um 1900

 

 

BISHERIGE SONDERAUSSTELLUNGEN

Ein bis zweimal im Jahr werden im Mährisch-Schlesischen Heimatmuseum Sonderausstellungen präsentiert. Dabei wird mit Exponaten aus eigenen Beständen und Leihgaben aus in- und ausländischen Institutionen gearbeitet. Seit 1983, als das Museum modernisiert und neugestaltet wurde, konnten 36 Themenkreise in Ausstellungen vorgestellt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Ordens-Archiv in der Wiener Singerstraße, dem Stiftsarchiv Klosterneuburg, dem Österreichischen Theatermuseum, der Handschriftensammlung des Stadt- und Landesarchivs Wien, der Österreichischen National-Bibliothek, mit Privatleihgebern, mit Krippenvereinen und nicht zuletzt mit namhaften Künstlern, die ihre Werke hier immer wieder ausstellen, erwies sich stets als anregend und erfolgreich.

Zu den Sonderausstellungen wurden ausführliche Kataloge mit Farbillustrationen erarbeitet.

 

Folgende Ausstellungen waren für die Öffentlichkeit von besonderem Interesse:

1994-1995, ESSEN UND TRINKEN – Aus Schlesiens Küche anno dazumal

Diese volkskundliche Ausstellung mit Küchengeräten und Tafelgedecken begleitete ein Kochbuch, das aus handgeschriebenen Rezepten zusammengestellt wurde und die Besucher zum Nachkochen anregen sollte.

1995-1996, AUS DER HEIMAT VERTRIEBEN – VERDIENT UM ÖSTERREICH

Hier wurden die großen Leistungen, die Heimatvertriebene nach 1945 durch den Aufbau von Unternehmen erbrachten, aufgezeigt. So haben viele Firmen, wie Rieger (Orgeln), Silhouette (Brillen), Langer (Leinendamast) oder Flemmich (Seidenweberei) in Österreich wieder aufgebaut.

1996-1997, SCHÄTZE AUS GROSSMUTTERS WÄSCHETRUHE

Diese Ausstellung mit Kostbarkeiten aus der Handwerkskunst und zahlreichen Leinendamastwebereien aus Österreich-Schlesien und Nordmähren hat viele Besucher um fast ein Jahrhundert zurückversetzt.

 

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Schätze aus Grossmutters Waeschetruhe

 
     

1997-1998, FRANZ SCHUBERT und seine mährisch-schlesischen Wurzeln

Der 200. Geburtstag Schuberts war Anlaß an seine Herkunft zu erinnern. Sein Großvater Carl erwarb 1759 einen Bauernhof in Mährisch-Neudorf, in dem sein Vater geboren wurde. Seine Mutter wuchs in der freien Bergstadt Zuckmantel auf.

1998-1999, STADT UND STIFT KLOSTERNEUBURG und die Länder der Böhmischen Krone

In dieser Sonderschau wurden die jahrhundertelangen Beziehungen Klosterneuburgs zu den Ländern der Böhmischen Krone dargestellt, wozu der Orden der Augustiner Chorherren wesentlich beitrug. 232 Chorherren aus Böhmen, Mähren und Schlesien traten ab 1624 in das Stift Klosterneuburg ein.

2001-2002, DIE SCHLESISCHE DEUTSCHORDENHERRSCHAFT FREUDENTHAL

Ziel dieser historischen Ausstellung war es, an das segensreiche Wirken des Deutschen Ordens in seiner mährisch-schlesischen Ballei von 1621-1945 zu erinnern.

 

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Schlesische Deutschordensherrschaft

 
     

2002-2003, VORHANG AUF! – Theater in Böhmen, Mähren und Österreich-Schlesien

Zahlreiche gefeierte Schauspieler und Sänger begannen ihre Laufbahnen in den etwa 50 Theaterbauten der Österreich-Ungarischen Monarchie. Einige dieser Spielstätten in Böhmen, Mähren und Schlesien wurden in dieser Ausstellung vorgestellt.

2003-2004, ZERBRECHLICHE KOSTBARKEITEN – Glas und Porzellan aus Böhmen, Mähren und Schlesien

Ab dem 13. Jahrhundert entstanden in den Sudeten die ersten Glashütten, in denen im Laufe der Zeit das Rohglas durch verschiedene Veredelungstechniken das besondere Charakteristikum des „Böhmischen Glases“ erhielt.

2005-2006, SOMMERFRISCHEN UND WINTERFREUDEN – einst und jetzt

Zum 1. Jahrestag des EU-Beitritts der Tschechischen Republik wurde in dieser Ausstellung eine Region vorgestellt, die weitgehend unbekannt ist: das Altvatergebirge, oder Jesenicky, wie es heute genannt wird. Die Entwicklung des Tourismus seit Mitte des 19. Jahrhunderts sollte anregen, die noch heute industriell weitgehend unberührte Landschaft als Urlaubs- und Erholungsziel auszuwählen.

 


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Sommerfrischen und Winterfreuden

 
     

2006-2007, TEXTILE KOSTBARKEITEN aus Böhmen, Mähren und Schlesien

In dieser Ausstellung wurden kostbare Bekleidung, Wäschestücke und Accessoires aus Klöppelspitze, Häkel-, Stick und Strickkunst sowie zahlreiche Leinendamastwebereien aus Österreich-Schlesien und Nordmähren gezeigt.

 

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Textile Kostbarkeiten

 
     

2007-2008, GLASPERLEN-CHRISTBAUMSCHMUCK AUS GABLONZ

Gablonz an der Neiße, weltbekannt durch die Glasindustrie und die damit verbundene Bijouterie- und Gürtlerwaren-Fabrikation wurde erst 1808 Markt und 1866 Stadt. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts spezialisierte man sich hier auf die Herstellung von Perlen und künstlichen Edelsteinen für Ketten und Knöpfe. Dies war die Grundlage für den charakteristischen Glasperlen Christbaumschmuck. Mundgeblasene bunte Hohlglasperlen wurden auf einen Draht zu einem zusammenhängenden Perlenstrang von bis zu 12 Metern Länge aufgefädelt. Daraus wurden variantenreiche, kunstvolle Formen zusammengefügt. Es entstanden nicht nur Sterne, Glocken, Kugeln und Ketten, sondern auch Gegenstände aus dem täglichen Leben wie Häuser, Fahrräder, Kinderwägen und vieles mehr für das Schmücken des Christbaumes.

Der Christbaum kam in Mitteleuropa erst relativ spät in Mode. Der erste stand 1539 im Straßburger Münster. 1816 kam der Brauch durch die Gemahlin von Erzherzog Karl, Prinzessin Henriette von Nassau, nach Wien. Die Prinzessin stellte den ersten Christbaum im Kaiserhaus auf, und von hier aus verbreitete sich der Brauch allmählich in der ganzen Monarchie. Außer mit Äpfeln, goldenen Nüssen, Kerzchen und Lebzelten wurden die Bäume alsbald mit bunten Glasperlenschmuck aus Böhmen behängt.


Die heurige Winterausstellung in der Rostockvilla möge Gelegenheit geben, sich ein Bild von der alten Tradition der Christbaumschmuckerzeugung zu machen und sich der glitzernden Kostbarkeiten aus der reichhaltigen Sammlung von Frau Dr. Waltraud Neuwirth, ehemalige Leiterin der Glas- und Keramik - Sammlung am MAK, Wien, zu erfreuen.

 

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Gablonzer Christbaumschmuck

 
     

2008-2009, BAUKUNST UND KUNSTHANDWERK - Der Architekten Bauer, Hoffmann und Olbrich

Vor 100 Jahren starb der Erbauer der Wiener Secession, Joseph Maria Olbrich. Dies war für das Mährisch-Schlesische Heimatmuseum Anlaß, in einer Sonderausstellung des Architekten und seiner Zeitgenossen Leopold Bauer und Josef Hoffmann zu gedenken.

 

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Baukunst und Kunsthandwerk

 
     

DIVERSE KRIPPENAUSSTELLUNGEN

Diese Ausstellungen zeugen von der Krippenschnitzkunst in Böhmen, Mähren und Schlesien, die im 19. und 20. Jahrhundert Weltruhm erlangte.

 

KATALOGE zu den SONDERAUSSTELLUNGEN (teilw. nur mehr Restexemplare)

Katalogpreise ohne Porto. Besuchen Sie uns oder bestellen Sie per E-Mail: information@mshm.at

 

2010
Reclame um 1900
12.-
2007
Textile Kostbarkeiten
12.-
2006
Sommerfrischen und Winterfreuden
12.-
2004
Zerbrechliche Kostbarkeiten
12.-
2003
Vorhang auf!
12.-
2002
Die schles. Deutschordensherrschaft Freudenthal
15.-
1997
Schätze aus Großmutters Wäschetruhe
4,50
1995
Essen und Trinken
9.-
1995
Essen und Trinken - KOCHBUCH
6.-
1990
Volkslied, Tanz und Laienspiel
4,50