Sonderausstellungen

 

 

 

BISHERIGE SONDERAUSSTELLUNGEN

Ein bis zwei Mal im Jahr wurden im Mährisch-Schlesischen Heimatmuseum Sonderausstellungen präsentiert. Dabei wurde mit Exponaten aus eigenen Beständen und Leihgaben aus in- und ausländischen Institutionen gearbeitet. Seit 1983, als das Museum modernisiert und neu gestaltet wurde, konnten über 40 Themenkreise in Ausstellungen vorgestellt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Ordens-Archiv in der Wiener Singerstraße, dem Stiftsarchiv Klosterneuburg, dem Österreichischen Theatermuseum, der Handschriftensammlung des Stadt- und Landesarchivs Wien, der Österreichischen National-Bibliothek, mit Privatleihgebern, mit Krippenvereinen und nicht zuletzt mit namhaften Künstlern, die ihre Werke hier immer wieder ausstellten, erwies sich stets als anregend und erfolgreich.

 

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Folgende Ausstellungen waren für die Öffentlichkeit von besonderem Interesse:

1994-1995, ESSEN UND TRINKEN – Aus Schlesiens Küche anno dazumal (Kochbuch)

Diese volkskundliche Ausstellung mit Küchengeräten und Tafelgedecken begleitete ein Kochbuch, das aus handgeschriebenen Rezepten zusammengestellt wurde und die Besucher zum Nachkochen anregen soll. Suppen-, Saucen-, Fleischgerichte-, Knödel-, Erdäpfelspeisen-, Topfenspeisen-, Germteig-, Torten- und Weihnachsgebäckrezepte laden zum Probieren ein.

1995-1996, AUS DER HEIMAT VERTRIEBEN – VERDIENT UM ÖSTERREICH

Hier wurden die großen Leistungen, die Heimatvertriebene nach 1945 durch den Aufbau von Unternehmen erbrachten, aufgezeigt. So haben viele Firmen, wie Rieger (Orgeln), Silhouette (Brillen), Langer (Leinendamast) oder Flemmich (Seidenweberei) in Österreich ihren Betrieb wieder aufgebaut.

1996-1997, SCHÄTZE AUS GROSSMUTTERS WÄSCHETRUHE

Diese Ausstellung mit Kostbarkeiten aus der Handwerkskunst und zahlreichen Leinendamastwebereien aus Österreich-Schlesien und Nordmähren hat viele Besucher um fast ein Jahrhundert zurückversetzt.

 

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Schätze aus Grossmutters Waeschetruhe

 
     

1997-1998, FRANZ SCHUBERT und seine mährisch-schlesischen Wurzeln

Der 200. Geburtstag Schuberts war Anlass an seine Herkunft zu erinnern. Sein Großvater Carl erwarb 1759 einen Bauernhof in Mährisch-Neudorf (später: Schubert-Neudorf genannt), in dem sein Vater geboren wurde. Seine Mutter wuchs in der freien Bergstadt Zuckmantel auf. Die Ausstellung zeichnet seinen Weg und nennt Details zu Eltern und Geschwister.

1998-1999, HERZOG ALBERT von Sachsen-Teschen

Bekannt durch die graphische Sammlung "Albertina" und das Canova-Grabmal an seine geliebte Frau Erzherzogin Marie Christine in der Wiener Augustinerkirche sind bekannte Punkte seines Lebens. In seinem Herzogtum Teschen, das auch Teil unseres Sammelgebietes ist, weilte er allerdings nur zwei Mal.

1999-2000, LAND und LEBEN in Altösterreich

Seine Bauernhäuser, Bergwerke, Leinen- und Tucherzeugung, Heilbäder und das religiöse Leben in Mähren und Österreich-Schlesien werden anschaulich behandelt.

2001-2002, DIE SCHLESISCHE DEUTSCHORDENHERRSCHAFT FREUDENTHAL

Ziel dieser historischen Ausstellung war es, an das Wirken des Deutschen Ordens in seiner mährisch-schlesischen Ballei von 1621-1945 zu erinnern.

 

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Schlesische Deutschordensherrschaft

 
     

2002-2003, VORHANG AUF! – Theater in Böhmen, Mähren und Österreich-Schlesien

Zahlreiche gefeierte Schauspieler und Sänger begannen ihre Laufbahnen in den etwa 50 Theaterbauten der Österreich-Ungarischen Monarchie. Einige dieser Spielstätten in Böhmen, Mähren und Schlesien wurden in dieser Ausstellung vorgestellt.

2003-2004, ZERBRECHLICHE KOSTBARKEITEN – Glas und Porzellan aus Böhmen, Mähren und Schlesien

Ab dem 13. Jahrhundert entstanden in den Sudeten die ersten Glashütten, in denen im Laufe der Zeit das Rohglas durch verschiedene Veredelungstechniken das besondere Charakteristikum des „Böhmischen Glases“ erhielt.

2004-2005, KRIPPEN AUS BÖHMEN, MÄHREN UND SCHLESIEN

Die Geschichte der Krippenkunst und ihrer Erbauer. Vielfältig wie das Land.

2005-2006, SOMMERFRISCHEN UND WINTERFREUDEN – einst und jetzt

Zum 1. Jahrestag des EU-Beitritts der Tschechischen Republik wurde in dieser Ausstellung eine Region vorgestellt, die weitgehend unbekannt ist: das Altvatergebirge, oder Jesenicky, wie es heute genannt wird. Die Entwicklung des Tourismus seit Mitte des 19. Jahrhunderts sollte anregen, die noch heute industriell weitgehend unberührte Landschaft als Urlaubs- und Erholungsziel auszuwählen.

 


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Sommerfrischen und Winterfreuden

 
     

2006-2007, TEXTILE KOSTBARKEITEN aus Böhmen, Mähren und Schlesien

In dieser Ausstellung wurden kostbare Bekleidung, Wäschestücke und Accessoires aus Klöppelspitze, Häkel-, Stick und Strickkunst sowie zahlreiche Leinendamastwebereien aus Österreich-Schlesien und Nordmähren gezeigt.

 

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Textile Kostbarkeiten

 
     

2008-2009, BAUKUNST UND KUNSTHANDWERK - Der Architekten Bauer, Hoffmann und Olbrich

Vor 100 Jahren starb der Erbauer der Wiener Secession, Joseph Maria Olbrich. Dies war für das Mährisch-Schlesische Heimatmuseum Anlass, in einer Sonderausstellung des Architekten und seiner Zeitgenossen Leopold Bauer und Josef Hoffmann zu gedenken.

 

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Baukunst und Kunsthandwerk

 
     

2009/2010, RECLAME UM 1900

Werbung begleitet die Menschen schon seit Urzeiten und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeutenden Kulturgut.

In dieser Ausstellung machten wir einen kleinen Streifzug durch die Reklamewelt von Mähren und Schlesien, Teile der ehemaligen Böhmischen Kronländer, die heute im Osten von Tschechien liegen. Zu sehen unter anderem Reklame aus der Leinen- und Bekleidungsindustrie, ebenso wie von Handwerks- und Getränkebetrieben; Waschmittel und Sportartikel werden angepriesen, und ehemals florierende Kurorte machen durch prächtige Plakate auf sich aufmerksam.

 

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Reclame um 1900

 

 

2010/2011: GLAS-CHRISTBAUMSCHMUCK AUS ÖSTERREICH, POLEN UND DER TSCHECHOSLOWAKEI

 

Als Weihnachtsausstellung in diesem Jahr präsentierte das Museum eine Auswahl aus der Sammlung von Dr. Waltraud Neuwirth, mit dem Schwerpunkt alter Christbaumschmuck aus Österreich, Polen und der ehemaligen Tschechoslowakei.

Herausragend beim österreichischen Christbaumschmuck sind die Erzeugnisse der Firma Eggeling, die durch große Kugeln und Oliven vertreten ist.
Die polnischen Produkte zeichnen sich durch das besondere Design in der Dekoration der Kugeln und Reflektoren aus.
Die böhmischen Exponate sind nach dem Motto „aus Haus und Hof“ ausgewählt.

 

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Koch und Köchin, Rauchfangkehrer, Musikanten dürfen ebenfalls nicht fehlen. Katzen und Hunde sowie Pferde sind auch als Modeschmuck vertreten.  Die Glas-Metall-Bijouterie war ja auch ein wichtiger Gablonzer Exportzweig, weltweit ebenso erfolgreich wie der Christbaumschmuck.

2011/2012: ZAUBERHAFTE SAGENWELT DER SUDETEN

Die Sagen des Sudetengebirges, das die Nordgrenze der heutigen Tschechischen Republik bildet, erzählen nicht nur von den schlesischen Berggeistern Rübezahl und Altvater, die über ihr Gebirge wachen und die Guten belohnen und die Bösen bestrafen. Sie berichten auch über die Gefahren des Bergbaus, der in dieser Gegend eine große Rolle spielte.


Man erfährt in dieser Ausstellung auch, welche Verbindungen die Sage vom „Rattenfänger von Hameln“ und die Legende der „Heiligen Hedwig von Bayern“ mit Mähren und Schlesien haben und wie Wallfahrtsorte entstanden.

Andere Sagen berichten von dem uralten Gewerbe der Textilerzeugung und warum das „Schlesische Leinen“ so begehrt und weltweit bekannt wurde. Sehen Sie hier das Video zur Ausstellung auf Youtube.com.

 

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2012/2013: ABAKUS BIS ZINNSOLDAT - KIND SEIN UM 1900

 

Diese Ausstellung zeigte den Alltag des Kindes in Mähren und Schlesien von der Jahrhundertwende bis zum Beginn des 2. Weltkrieges.

Tauchen Sie ein in Erinnerungen zu ihrer Kindheit - bringen sie ihre Kinder oder Enkelkinder mit. Erzählen sie ihnen von ihrem Kindsein. Von Spielen, von der Schule, von den Bräuchen z.B. zu Ostern.

 

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BEDEUTENDE KLOSTERNEUBURGER AUS BÖHMEN, MÄHREN UND SCHLESIEN 2014

 

Viele prominente Künstler, Geistliche, Politiker und Unternehmer aus Böhmen, Mäheren oder Schlesien haben in Klosterneuburg ihre Spuren hinterlassen. Davon zeugen viele Straßenbenennungen in der Gemeinde.

 

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2014/2015: BAUER-LEHRER-LIEDERFÜRST - FAMILIE FRANZ SCHUBERT

 

Die Ausstellung gewährt diesmal dem Besucher Einblick in die sozialen Unterschiede zwischen Bauern- und Lehrerstand und dem Stand der freien Künstler. All diese Elemente fanden wir in der Familie des Liederfürsten Franz Peter Seraphin Schubert.

Die väterliche Linie von Franz Schubert stammt aus Nordmähren, die mütterlichen Vorfahren aus Österreichisch-Schlesien. Wir zeigen an Beispielen Leben und soziales Umfeld der Familie Schubert, der Groß- und Urgroßeltern.

Franz Schubert selbst wuchs in Wien auf und hat die Heimat seiner Ahnen wahrscheinlich nie besucht.

 

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